Fundstück der Woche, Teil II: „Was isn das?!“

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Es ist aus Kork, hat einen Deckel, einen antiquierten Stecker, ein Typenschild und stand eines Tages einfach so vor unserer Haustür. „Da wohnt ein Imker, der kann das sicher brauchen“, wird sich jemand gedacht haben. Meine erste Reaktion war: „oh, ein Design-Öko-Eierkocher!“

Der Imker schüttelte nachsichtig den Kopf und klärte mich auf. Bei dem runden Dingsda handelt es sich natürlich (natürlich!) um einen Brutkasten. Verdeckelte Weiselzellen kommen dort hinein, die Temperatur ist kontrollierbar und gleichmäßig. Man kann bequem zuhause auf dem Sofa sitzen und gucken, ob und was sich so tut. Ohne das Volk stören zu müssen.

Bei uns wird leider nix draus, der antiquierte Stecker verträgt sich nicht mit unseren Steckdosen und auch der ausgetauschte neue Stecker brachte das Ding nicht zum Laufen. Gut, dass unsere Frühstückseier nicht auf den Korktopf angewiesen sind.

Fundstück der Woche…

Hier war’s eine ganze Weile recht ruhig, das kommt davon, wenn der Imker wieder außer Haus gefragt ist und mehr Zeit bei den Bienen verbringt. Beim Aufräumen am Bienenstand kam das hier zutage: Eine Bienenpflege (gibt’s immer noch. Glaube ich. :-) ), Ausgabe Mai 1973 (also noch älter als der Imker hier! Imkerei ist nämlich erblich!)

Sie hat leise und heimlich irgendwo in einer Schublade ihren 41. Geburtstag gefeiert.

Dass sie mal ins Internet kommt, hat bei ihrem Erscheinen sicher keiner gedacht.

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So richtig druckfrisch sieht sie nicht mehr aus. In dem äußerst textlastigen Heftlein in A5 gibt es einen Teil mit „Humoreskem“, weiter hinten wird die Vergällung von Zucker diskutiert, der Landesverband gibt am Ende bekannt, wo die „Milbenseuche“ grassiert.

Sie bröselt ein bisschen beim Blättern, aber sie ist ein Zeitzeuge der Imkerei im Ländle.

Demnächst gibt es hier ein weiteres Unikat zu sehen, das einfach eines Tages vor unsere Haustür gestellt wurde. Soviel vorab: Ich habe es spontan für einen Eierkocher gehalten. Ob ich wirklich richtig lag? Dreimal dürft ihr raten. :)

Hohenheimer Tag, Nachlese – Teil 5 von 5

„Das ist eine tolle Verbindung von Alt und Jung“, stellte Dr. Peter Rosenkranz beim Hohenheimer Tag letzten Sonntag fest, indem er die jungen Studenten mit den langjährigen Mitgliedern der Freunde der Landesanstalt verglich. „Einige von Ihnen unterstützen als Fördermitglied die Landesanstalt für Bienenkunde seit 25 Jahren, unsere Studenten sind gerade einmal 25 Jahre alt“, so der Leiter der LAB.

In seinem Grußwort ging er auf die Geschichte der Landesanstalt ein. Unter König Wilhelm dem ersten und maßgeblich auch durch dessen Frau Katharina entstand 1818 die landwirtschaftliche Versuchs- und Unterrichtsanstalt. Mit einer solchen Einrichtung erhoffte man sich damals vor Hungersnöten gefeit zu sein. 1847 waren sieben Professoren und 9 Hilfslehrer mit dem Unterricht befasst, schon damals sei die Bienenkunde ein zentrales Thema gewesen, erzählte Rosenkranz. 1904 wurde die Anstalt zur Landwirtschaftlichen Hochschule, 1967 dann formell zur Universität. „Auch Obstbauern forderten damals eine Landesanstalt für Bienenkunde, denn sie waren sich der Bedeutung der Honigbiene für ihre Belange durchaus bewusst“, schilderte der Leiter der LAB. Nachdem ein Brand große Gebäudeteile vernichtet hatte, gab es 1963 den Neubau für die Bienenkunde.

Damals wie heute ist die Honigqualitätsanalyse das Herzstück der LAB. Die allgemeine Qualität des Honigs wird dort ebenso beurteilt wie die Sorte und die Herkunft. „Diese Qualitätssicherung ist letztlich auch eine Stärkung der Imkerei.“

Auch die imkerliche Betriebsweise hat sich über die Jahrzehnte in Hohenheim verändert. Was mit traditionell kleinräumigen Hinterbehandlungsbeuten begann, entwickelte sich letztlich zur „Hohenheimer Einfachbeute“, die heute zum Standard geworden ist. „Man orientierte sich an der Biologie der Völker, wollte freie Entfaltung der Brut, unterstützte die Bienen durch Fütterung und suchte eine flexible, wanderfähige, einheitliche Beute“, schilderte Dr. Rosenkranz den Werdegang.

Was früher die Hungersnöte und Kriegswirren waren, die den Imkern und Bienen das Leben schwer gemacht haben, seien heute die zunehmende Vermaisung, Biogasanlagen, Pflanzenschutzmittel. Neue Probleme gäben jedoch auch immer wieder Anlass zu neuen Entwicklungen – so hätten sich beispielsweise mit den abgehängten Spritzdüsen („Droplegs“) die Bienenschäden durch Spritzmittel im Raps deutlich verringern lassen.

Staatsfeind Nummer eins ist jedoch noch immer die Varroamilbe, daran ließ Dr. Rosenkranz keinen Zweifel. 1982 sei sie das erste Mal in Tübingen nachgewiesen worden – „bei einem Bienenvolk des Studenten Rosenkranz“, wie er schmunzelnd erzählte – „wie ich mir die eingefangen habe – keine Ahnung“, fügte er an. Man habe mit „höllisch giftigen Mitteln“ experimentiert, „FUMIDIL wurde prophylaktisch gesprüht, über Folbex und Perizin gelangte man dann schließlich zur Ameisensäure.“

Das Bekämpfungskonzept habe nunmehr eine 15-jährige Erfolgsgeschichte zu verzeichnen, „wir arbeiten nach Bio-Standard“, hob er hervor. Dennoch bleibt die Varroa-Milbe auch weiterhin Forschungsschwerpunkt.

Und nicht nur die Imker, auch die Forscher sehen sich mit neuen Aufgabenstellungen konfrontiert. „Die Bienenforschung ist internationaler und kooperativer geworden, die Untersuchungen aufwändiger und teurer“, schilderte Rosenkranz. Die Projekte seien aufgrund chronischer Unterfinanzierung von staatlicher Seite auf Fremdfinanzierung angewiesen.

Ein dickes Dankeschön ging zum Schluss an die Unterstützer des Fördervereins und die zahllosen Imker, die sich an Monitorings beteiligten und Feldversuche ermöglichten.

-nic-

Hohenheimer Tag – Nachlese, Teil 4 von 5 „Alles Gute zum 50. Geburtstag“

Unter diesen Leitsatz könnte man die Grußworte stellen, die beim Hohenheimer Tag am vergangenen Sonntag zahlreich überbracht wurden.“Die Landesanstalt für Bienenkunde ist eine sehr erfolgreiche Forschungseinrichtung auf dem Campus“, sagte beispielsweise Universitätsrektor Professor Dr. Stephan Dabbert. Besonders lobte er die Nähe der Landesanstalt zur Universität und den starken Bezug zu Agrar- und Naturwissenschaften. „Der Bienenblock ist sehr gefragt, wenn nicht gar überlaufen“, schilderte er.

Auch er sah die Universitäten vor viele Herausforderungen gestellt. „Die Grundfinanzierung muss sich erhöhen, sie wurde 1997 gedeckelt und seither haben Inflation und steigende Energiekosten, sowie steigende Studentenzahlen die finanzielle Situation der Unis schwer gemacht“, erklärte Dabbert. Man erkenne durchaus den Sparzwang des Landes an, dennoch leiste die Uni in Hohenheim einen wesentlichen Beitrag zum Wirtschaftsstandort und zur Innovationsleistung Stuttgarts, so Dabbert. Dennoch sei der freudige Anlass kein Grund für ein Klagelied. Im nächsten Jahr, so der Rektor hoffnungsvoll, könne man den Hohenheimer Tag vielleicht bereits im neuen Audimax abhalten, wann der Neubau für die LAB jedoch Wirklichkeit werden, sei noch ungewiss.

Eine „liebgewonnene Einrichtung“ nannte Ministerialdirigent Joachim Hauck die Landesanstalt. Als Bindeglied zwischen Wissenschaft und Praxis sei die LAB Ansprechpartner für alle, die sich für Imkerei interessierten.

Hauck

Ministerialdirigent
Joachim Hauck

 

„Regelrecht geschockt“ zeigte er sich über die diffamierenden Anschuldigungen gegenüber Bienenwissenschaftlern. „Es ist notwendig, dass Forscher Visionen haben und die Freiheit, forschen zu können. Es muss ein Meinungsaustausch geben, bei dem man offen über Themen sprechen kann“, betonte Hauck.

Da sowohl der Präsident des Landesverbandes Württembergischer Imker, Ulrich Kinkel, als auch sein Stellvertreter, Heinz-Dieter Klein nicht nach Hohenheim gekommen waren, überbrachte der badische Verbandspräsident Ekkehard Hülsmann Glückwünsche der Verbände.

-nic-

Hohenheimer Tag – Nachlese, Teil 3 von 5

Wieviel Pflanzenschutzmittel aus Rückständen auf Pflanzen tragen Bienen täglich in den Stock? Mit dieser Frage beschäftigt sich Franziska Böhme, Studierende der Landesanstalt für Bienenkunde in Hohenheim. Ihre aktuelle Arbeit stellte sie gemeinsam mit anderen Studierenden beim Hohenheimer Tag vor.

Kommt Pflanzenschutzmittel über Pollen, Nektar und Guttationswasser ins Bienenvolk? die Studierende sagt, ja, ganz eindeutig. An drei landwirtschaftlich unterschiedlich genutzten Standorten sammelte sie täglich Pollen. Regelmäßig wurden Stichproben verpackt und zur Analyse geschickt. „Mittels eines hochsensitiven chromatographischen Verfahrens wurden die Proben auf 300 Stoffe untersucht“, schildert sie. 66 davon konnten nachgewiesen werden.

Da die Völker den Pollen auch einlagern und der Brut verfüttern, untersuchte Franziska Böhme auch die chronische Aufnahme von sublethalen Konzentrationen der giftigen Stoffe. Sie fertigte für Fütterungsversuche ein Honig-Pollen-Gemisch an, das mit der entsprechenden Konzentration der gefundenen Pflanzenschutzmittel versetzt wurde. Ein Pollengitter an den Völkern verhinderte, dass die Bienen „normalen“ Pollen von außen eintragen und wirklich auf den zugefütterten Pollen angewiesen sind.

Beim Versuch wurde die Entwicklung der Brut, die Verdeckelungsrate, das Larvengewicht und die Schlupfrate untersucht sowie die Lebensdauer der Bienen.

Im Zeltversuch wurde der Versuch unter Berücksichtigung der Zeit ebenso durchgeführt, also untersucht, wieviel sich über einen bestimmten Zeitraum anlagert. Auch Gelée Royale und Arbeiterinnenfuttersaft wurden geerntet, um zu sehen, wieviel des Wirkstoffgemischs dort zu finden sind.

Die Versuche dauern noch an.

Einer ähnlichen Thematik hat sich auch Stefan Keller gewidmet. Er untersucht den Einfluss der Pollenernährung auf den Gesundheitszustand der Völker. Dazu verglich der Student die Pollenversorgung bei landwirtschaftlich intensiv und extensiv genutzten Flächen miteinander, um herauszufinden, ob ein Zusammenhang zwischen schlechter Pollenversorgung im Herbst und Winterverlusten besteht.

Weitere Fragen seines Versuchs waren die Auswirkung der Vermaisung, bzw. der zunehmenden Zahl der Biogasanlagen auf die Bienen, die Auswirkungen der Pollendiäten, Defizite bei der Versorgung mit essentiellen Aminosäuren, deren Auswirkung auf die Brut sowie die Rolle der Polleninhaltsstoffe bei der Volksentwicklung.

Versuchsvölker wurden dazu in Ertingen, Salem und Hohenheim aufgestellt. Mit Hilfe der Imker vor Ort hat Stefan Keller regelmäßige Populationsschätzungen vorgenommen und den Pollen zweimal pro Woche eingesammelt. Auch Fütterungsversuche wurden durchgeführt. Stefan Keller erwartet nach seinen Angaben die ersten belastbaren Ergebnisse um Ostern herum.

Claudia Häußermann stellte schließlich die ihre Arbeit vor, die in Zusammenarbeit mit Bettina Ziegelmann und Peter Rosenkranz entsteht. Die Forscher untersuchen dabei das Sexualpheromon der Varroamilbe und die Manipulierbarkeit des Kopulationsverhaltens der Milbe. Die bisherigen Tests haben gezeigt, dass die Milbenmännchen beeinflussbar sind, wenn man ihnen mittles Pheromon vorgaukelt, sie seien von jungen Weibchen umgeben. Auf diese Weise vergeuden sie Zeit mit nicht paarungsfähigen Weibchen. Im besten Fall, so die Studentin, sei die Fortpflanzung somit unterbunden, wenigstens aber eingeschränkt.

Interessantes zum Thema Propolisquellen schilderte Dr. Annette Schröder. Untersuchungen hatten gezeigt, dass Schwarzpappeln gute Lieferanten sind für Propolis, das eine hemmende Wirkung auf Mikroorganismen hat. Sie konnte in Versuchen beispielsweise nachweisen, dass Eitererreger durch Zugabe von Propolis in ihrer Entwicklung gehemmt wurden. Eine Propolislösung wirkte sogar hemmend auf multiresistente Keime.

Über das Varroakonzept Baden-Württemberg sprach schließlich Dr. Peter Rosenkranz. Trotz der Zulassungsproblematik der 85%-igen Ameisensäure halte man weiterhin am Varroakonzept Baden-Württemberg fest. „Mit dem Einsatz von 60%-iger Ameisensäure muss es verbessert und ergänzt werden, ist aber in seinen Grundzügen nach wie vor das, was wir den Imkern empfehlen“, so der Wissenschaftler. Schattigere Standorte seien jedoch bei der Behandlung in der Tat etwas problematischer als sonnige.

 

-nic-

Demnächst in Teil 4: Grußworte. Gestrafft. Versprochen. :)

Anfängerkurs: „Interesse an Bienenhaltung ist ungebrochen!“

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„Das Interesse an der Imkerei ist ungebrochen“ – dieses zufriedene Fazit ziehen die beiden Vorsitzenden der Imkervereine Balingen-Geislingen-Rosenfeld und Sigmaringen, Friedrich Scholte-Reh und Manuel Heid. Zum ersten Teil des Anfängerkurses mit Imker-Koryphäe Dr. Gerhard Liebig hatten sich am Samstag über 70 Besucher im Roßwanger Schützenhaus getroffen.

Ob absoluter Neuling oder Imker mit ersten Erfahrungen – bei der Auftaktveranstaltung der beiden großen Vereine bekamen alle Interessierten die theoretischen Grundlagen für ihr potentielles neues Hobby an die Hand. Der Experte aus Bochum erklärte am Vormittag, welche körperlichen Anforderungen und welche Kosten auf die Imker zukommt, sprach über günstige und ungünstige Standorte für Bienenvölker und ging auch auf die Anzahl der Völker ein, mit denen ein Anfänger am besten arbeiten kann. Er erklärte, welche Bienenwesen ein Volk ausmachen, wie sie sich im Jahresverlauf entwickeln und worauf es im Frühling besonders ankommt. Nach einer Mittagspause sprach er über Schwarmmanagement und Völkervermehrung. Auch das für viele Gäste mit Spannung erwartete Thema, Honigentstehung und –ernte, sowie Wachsgewinnung wurde ausführlich besprochen. Informationen über die Arbeiten, die im Spätsommer und im Winter anstehen, rundeten die Vortragsveranstaltung ab.

„Wir sind sehr froh, dass wir einen Fachmann wie Dr. Gerhard Liebig für unseren Anfängerkurs gewinnen konnten“, fasst Friedrich Scholte-Reh beim Pressegespräch zusammen, der mit dem Imkerverein Balingen-Geislingen-Rosenfeld bereits seit sechs Jahren in Folge Interessierte an die Bienenhaltung heranführt. Die Imkerei sei heute längst keine Notwendigkeit mehr, „die aus einem kleinbäuerlichen Umfeld stammt“, sondern sei aufgrund der Medienpräsenz in den letzten Monaten und Jahren ein Hobby geworden, das aktueller denn je sei. Für den einen stehe die Entspannung bei der Arbeit im Freien im Vordergrund, andere schätzten den Beitrag für den Naturschutz, so Scholte-Reh.  „Die Verbraucher sind sensibler geworden und interessieren sich wieder für die Herkunft und Entstehung ihrer Lebensmittel“, beschreibt auch Manuel Heid die Gründe, die aus seiner Sicht so viele Neulinge zur Bienenhaltung bringen. „Imkern ist in“, fasst Scholte-Reh zusammen. Die Resonanz auf den Anfängerkurs scheint ihm Recht zu geben.

-nic-

Hohenheimer Tag – Nachlese, Teil 2 von 5

„Ich freue mich auf und über die jungen Wissenschaftler“ – dies betonte Prof. Dr. Ute Mackenstedt von der Universität Hohenheim beim Hohenheimer Tag am vergangenen Sonntag, während sie der Landesanstalt für Bienenkunde ihre Glückwünsche zum 50. Geburtstag überbrachte.

Da die Gesellschaft der Freunde der Landesanstalt für Bienenkunde (LAB) den Hohenheimer Tag in jedem Jahr auch für die Mitgliederversammlung nutzt, standen am Vormittag Regularien auf dem Programm. Dr. Martin Denoix, der das Amt des Vorsitzenden von Werner Gekeler übernommen hatte, berichtete zunächst, dass die Gesellschaft ihren Sitz von Heilbronn nach Stuttgart verlegt hatte. Man freue sich über etliche Neumitglieder, die mit ihrem Beitrag zur Unterstützung der LAB in Hohenheim beitrügen. Das aktuelle Guthaben der Gesellschaft beträgt etwa 52.600 Euro, Einnahmen von etwa 12.400 Euro stehen Ausgaben in Höhe von rund 15.300 Euro gegenüber. „Trotz des Minus‘ sind wir noch gut ausgestattet“, resümierte Schatzmeister Torsten Eberhardt. Die Ausgaben setzten sich vor allem aus Druckkosten und Projektunterstützung zusammen, schilderte er.

Neben zahlreichen Mitgliedern, die für langjährige Treue zur Gesellschaft geehrt werden konnten, bekam auch Werner Gekeler für sein Engagement und sein Wirken eine Auszeichnung: Martin Denoix freute sich besonders, ihm die Ludwig-Christ-Medaille überreichen zu können für seine Verdienste um die Gesellschaft.

Große Freude über die Unterstützung brachte letztlich auch Dr. Peter Rosenkranz, Leiter der LAB, in seiner Begrüßung zum Ausdruck. „Im Moment haben wir fette Jahre“, sagte er, gab jedoch auch zu bedenken, dass die Finanzierung in Zukunft womöglich nicht immer gesichert sei, „weswegen wir sehr dankbar sind für so manche Anschubfinanzierung durch die Freunde der LAB.“ Denn schon lange könne die Anstalt „nicht mehr frei entscheiden über unsere Arbeit, wir müssen ständig auch für die entsprechende Finanzierung sorgen“, so Rosenkranz.

Aktuelle Projekte der LAB

Aus diesem Grund gebe es zunehmend Projektarbeiten. Neben zehn wichtigen Forschungsprojekten, zu denen das Deutsche sowie das Europäische Bienenmonitoring zählen, sei die Landesanstalt auch an zwei Zulassungsverfahren beteiligt, zum einen mit der Firma Bayer und dem Präparat „Varroagate“, zum anderen mit der österreichischen Firma BeeVital mit dem gleichnamigen Produkt.

Die aktuelle Arbeit der Studierenden stellten diese wie in jedem Jahr selbst vor, siehe dazu Teil 3 von 5, in Kürze hier.